Automobilindustrie

Die deutsche Automobilindustrie ist international ausgerichtet und nach China und den USA der drittgrößte Pkw-Produzent der Welt.  Rund 69 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften die deutschen Autobauer und -zulieferer inzwischen im Ausland. Zweistelliges Wachstum erhoffen sich die Unternehmen vor allem von den aufstrebenden asiatischen Märkten, in denen sie bereits seit Jahren mit eigenen Produktions- und auch Entwicklungsstätten vertreten sind.

Die Automobilindustrie beeinflusst als Schlüsselbranche die gesamte deutsche Volkswirtschaft. Neben den Autoherstellern gehört auch die Zulieferindustrie mit mehr als 40 Prozent der der insgesamt ca. 800.000 Arbeitsplätze zur Branche. Immer mehr Aufgaben aus Forschung und Entwicklung geben die Automobilhersteller an ihre Zulieferer ab. Im Jahr 2000 ist dieser Anteil auf 70 Prozent gestiegen. Nur Kernkompetenzen – etwa die Motorentwicklung – verbleiben bei Forschung und Entwicklung auch langfristig beim Automobilhersteller.Elektronik und Informationstechnik nehmen einen immer gewichtigeren Teil ein.   

Die Rahmenbedingungen der internationalen Märkte führen zu wachsendem Preisdruck, zu Überkapazitäten, und geringeren Gewinnspannen. Um diesen Entwicklungen entgegen zu treten, müssen die Automobilhersteller zunehmend in Prozessoptimierung, Innovation, neue Märkte und Segmente und Markenpflege investieren. Die Automobilzulieferer streben den Wandel vom internationalen zum globalen Player an. Hinter dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa, Nordamerika und Asien stehen ehrgeizige Wachstumsziele. Durch Entwicklungssynergien, Kooperationen und Akquisitionen in wachstumsstarken Marktnischen lassen sich neue Märkte erschließen.

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